21
Dez
2005

Verehrtes Publikum ...

Verehrtes Publikum, jetzt kein Verdruß;
Wir wissen wohl, das ist kein rechter Schluß.
Vorschwebte uns: die goldene Legende.
Unter der Hand nahm sie ein bitteres Ende.
Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.


Ja, ich habe es die ganze Zeit angedeutet. Hier fühle ich mich nicht heimisch. Und heimlich, still und leise will ich mich auch nicht fortschleichen, wenn ich mich denn schon fortschleiche. Nein, kein Schleichen. Ich gehe, voller Vorfreude, denn mein neues Zuhause ist das beste, das ich hätte finden können, zusammen mit ihm, der jetzt in direkter Nachbarschaft residiert. Wunderbar!

Ja, ihr findet mich in Zukunft

hier

P.S.: Nichtsdestotrotz werde ich meine Lieblinge weiterhin lesen und besuchen!

19
Dez
2005

Gestern ...

... den ganzen Tag am Notebook verbracht, aber so beschäftigt gewesen, dass nicht mal das Verfassen eines Eintrags hier möglich war. Auwei.

Aber das Schreiben, das kommt zurück, und es wundert mich ja schon, fünf Tage vor Weihnachten. Hoppla! So war das ja nicht gedacht ... Aber es gefällt.

18
Dez
2005

Auch wenn es so aussieht ...

... als würde ich schon eifrig tippend am Computer sitzen und der Ablenkungen harren, die dieser Sonntag mir zu bieten hat - es ist schon viel Schönes angedacht - zuerst muss ich endlich diese Berge von Papiermüll runterbringen und Ordnung machen. Ordnung! Das ist so ein Fremdwort für mich, das werde ich nie lernen, dass sowas geht, wird sich mir wohl immer entziehen, ein Buch mit sieben Siegeln ... Ach, wird schon. Muss ja!

Tauen tut's auch schon, und der Schnee kracht am biberschwanzgedeckten Dach herunter und ich sitze in meiner Zimmerecke, die Füße an der warmen Heizung, die Hände rau, die Laune bestens. Die zweite Nacht in Folge, in der ich perfekt geschlafen habe, und ja, ich meine wirklich perfekt, weil ich gut geschlafen habe, weil ich nicht aufgeschreckt bin und mit Herzrasen wach lag.

Das war nicht der Streß in der Buchhandlung. Das war dieser Streß hier. Aber überstanden ist's ja nun.

17
Dez
2005

Abmarsch ...

... in die Badewanne. Und ich schwör's, ich komme nicht eher wieder raus als bis dass meine Haut so schrumpelig und tödlichbleich aussieht wie jene Gollums. Auf, auf, Zeitung und Buch geschnappt, das Schaumbad, ach, herrlich!

(und dabei hat sie noch gar keinen Wein gehabt, den gibt es allenfalls später.)

Gedankenverloren ...

... war ich oft genug in den letzten Tagen. Heute war das zum allerersten Mal seit bestimmt zwei Wochen anders. Ich glaube, ein Übel wurde gestern einfach eliminiert. Es geht wieder. Ich kann mich wieder in mein privates Leben und Schreiben zurück ziehen. Und nicht nur das ... Ich habe immer befürchtet, dass ich nicht heimisch werde hier bei twoday. Wahrscheinlich habe ich dieser Blogcommunity schon allein damit die Chance genommen, weil ich von vornherein wusste, dass es nur ein Intermezzo war.

Ich gehe nicht jetzt sofort. Aber ich gehe. Ich gehe nicht ganz fort. Aber ich gehe. Ich werde mit halbem Blick auch hier bleiben, bei meinen Lieblingen, die hier ebenso gestrandet sind wie ich. Nicht jeder hat das Glück und die Freiheit, diesen Weg zu gehen (vor allem das Glück, das macht mich ja immer wieder sprachlos).

Es geht uns gut ...

... beschreibt wohl treffend, was ist. Das ist schön ...

Mitten in der Nacht erreichte das Boot den Strand. Ist euch schon mal aufgefallen, dass in Filmen die Schiffe immer tagsüber ihr Ziel erreichen, es sei denn, sie tun dies heimlich und wollen nicht entdeckt werden? Komisch. Wir tun das gar nicht so heimlich, und doch kamen wir erst kurz vor Mitternacht - nach erstaunlich kurzer Reise - an und zogen das Boot auf den Strand. Wir sind da. Und allein ein kurzer Blick in der Dunkelheit zeigt uns, dass wir hier nicht nur angekommen sind, sondern endlich auch heimisch werden.

16
Dez
2005

Anker lichten ...

... und sehen, was passiert. Noch sind wir Suchende, nicht Reisende. Noch wissen wir nicht, ob die Insel, von der wir schon so viel gehört haben, auch wirklich das sein wird, was wir davon erhoffen und wünschen.

Der Sturm hat sich gelegt, und das Meer liegt spiegelglatt da. Es ist früher Morgen. Ich habe alles Wichtige in meiner Kiste gepackt und stehe am Hafen. Diesmal ist das kleine Boot, mit dem wir reisen werden, stabil und wir sind bestens vorbereitet. Diesmal wird es klappen.

wir sind unterwegs und wir sind wieder im haus

Schiffbruch erlitten ...

... hat der Strolch. Kein Wunder! Man sollte sich auch nicht bei diesem Sturm allein auf die kabbelige See wagen, um die Insel vor der Zeit zu erreichen. Wir hatten einen Termin, wir hatten eine Verabredung. Aber nein, der Strolch meinte wohl, es ohne mich zu schaffen. Die Fischer haben ihn von seinem Boot gefischt und zurück in den Hafen gebracht. Das Boot verloren, nunja, so schlimm ist das nicht, scheint nicht seines gewesen zu sein, er grinst schon wieder, und wir genehmigen uns in der Hafenkneipe erstmal eine Flasche Rum zum Aufwärmen und Pläneschmieden. Ach, und dabei kann so ein Buch so nützlich sein. Hätte der Strolch mal auf mich gehört. Aber nein, er musste ja schon lossegeln.

So ein Strolch ...

... man kann sich heutzutage auch auf niemanden mehr verlassen. Oder auf manche Leute gerade, ich bin da unschlüssig.

Meine Reisebegleitung jedenfalls scheint es eilig zu haben, auf die Insel zu gelangen, und er schnappt sich im Hafen so eine Düppe, die kaum schwimmen kann (und ob er es kann, bezweifle ich auch, ich hab es jedenfalls erst spät gelernt) und segelt los! Den Proviant, die Ausrüstung und vor allem, das wichtigste, mich!, vergisst er an der Pier! Ist das denn die Möglichkeit ... Und wie komme ich jetzt auf die Insel?!?!?

Die Wolle ist da ...

... und versetzt in helle, freudige Aufregung zum Wochenende. Ach hätte ich doch, ach, könnte ich nur. Aber erstmal, da führt kein Weg dran vorbei, der Graue. Der müsste doch am Wochenende auf eine Nadel passen, das sollte da noch drin sein, bis zum Wochenende schaffe ich das vielleicht, mal sehen. Aber ich fürchte, die graue Wolle wird nicht reichen, ich verstricke sie mit einer dickeren Nadel, damit ich überhaupt irgendwie auf meine Maschenprobe komme, und schon habe ich zu viel verbraucht und muss mir noch ein, zwei Knäuel extra bestellen. Was ärgerlich ist, wieso bestelle ich Strickpackungen, in denen alles enthalten sein soll, wenn das nicht passt? *grml* Ich seh mich schon vor der Zeit am Isländer werkeln, weil noch nachgeordert werden muss. Naja, auch nicht schlimm.

Nein, eigentlich gar nicht schlimm. *verzückt im Wollekarton wühl*

Nützt ja alles nichts ...

... verschlafen habe ich, und zwar so heftig verschlafen, dass ich erst um jene Zeit aus dem Bett torkelte, völlig verjagt und verschreckt und verschmerzt, zu der ich normalerweise nach einstündigem, mehr oder weniger wachem Knurren und Fauchen in Richtung jener, die frühmorgens Geräusche in meine Richtung zu machen wagen (Kühlschrank, grelles Licht kommt hinzu, Kaffeemaschine, rotes Blinken ergänzt und hypnotisiert), das Haus verlasse. Auwei. Das Fauchen und Knurren diesmal in S.s Richtung abgefeuert, die dies aber gelassen nahm, da sie weiß, es wird schon, die Miss Jules kann auch gereizt.

Und dann natürlicherweise um kurz nach zehn ein besorgtes Lebenszeichen auf der Suche nach meinigem. Kein Netz im Lager, was es mich nervt!

Was auch nervt: Sämtliche Trostspendererhitzer im Hause sind kaputt, kein Roggensack aus der Mikrowelle, keine wasserkochererhitzteswasserbefüllte Wärmflasche. Den Roggensack in den Backofen gesteckt, in der Hoffnung, dass er sich nicht zur Brotwerdung bemüßigt fühlt. Hunger habe ich nämlich grade auch nicht so.

15
Dez
2005

Füße hoch ...

... ist im Moment das Gebot der Stunde am Abend. Ich stricke, ich lese, ich telefoniere, ich schreibe Mails, ich lächle. Gefangen habe ich mich durch die Ansicht einer Seite, die mir völlig neu war, sogar drei Seiten umfasste, die mich glücklich strahlen ließ. Ach, ich könnte mich auf einen meiner vier Balkone stellen und die Republik ausrufen. Naja, damit warten wir aber noch ein paar Tage. Ich will Feuerwerk für dieses besondere Ereignis.

Die Show wird im Hintergrund schon mal vorbereitet ... sie kann bald beginnen.

Heute mittag ...

... kam ich heim, fand zwei Mails vor und konnte es so richtig gar nicht fassen im ersten Moment. Das wird also wahr, ich will mich und werde mich auch gar nicht sträuben. Endlich auf eigenen Füßen. Endlich ganz losgelöst von der Gesellschaft. Das wird schön ...

Man scheint verrückt zu sein ...

... wenn man diese Stadt am Meer wieder verlassen will. Aber der Hafen ist mir zu schmuddelig, die bekannten Gesichter sind mir zu bekannt, die fremden sind mir zu fremd. Ich finde nirgends einen Ort, an dem ich die Ruhe finde, die ich brauche.

Und plötzlich gebe ich doch was auf die Gerüchte, die Geschichten, die Legenden. Ein letztes Mal suche ich den alten Seebären in der Hafenkneipe auf, und er mustert mich abschätzig, kein Wunder, ein bisschen abgerissen sehe ich inzwischen wohl aus, und viel Schlaf hatte ich erst recht nicht in den letzten Nächten. Aber ein zahnloses Lachen ist seine Antwort, als ich versuche, ihn mit meinen letzten Münzen und irgendwelchen mühsam geretteten Bonsels von meiner alten Heimat zu bestechen.

"Dreck", sagt er nur. "Betrügerischer Dreck, damit kannste mich kaum beeindrucken. Früher, ja, da konnte man dafür noch was kaufen ..."

Aber sonst habe ich nichts. Nur den puren Willen, fortzukommen. Hier ist es mir zu groß, zu laut, zu lärmig, zu turbulent.

"Na, ich kann eh nichts damit anfangen. Und du hast als erste gefragt." Er schob mir ungefragt die Karte über den Tisch. "Ist nicht gerade sonderlich groß ... Aber wenn ich das richtig verstanden habe, wird dir das reichen."

Ja, da hat er Recht. Ich stammle einen Dank, ich stürze aus der Spelunke, falte mit zittrigen Händen die Karte auseinander und studiere sie. Ja, dort finden wir hin. Ja, das schaffen wir. Der Weg ist nicht schwierig, aber wir brauchen ein Schiff, Ausrüstung, ach, all sowas, aber verdammte Tat, das ist doch jetzt überhaupt kein Problem mehr!

Insel, ich komme.

Und misstrauisch ...

... bin ich auch. Und nicht nur das. Ich wünschte, das Jahr wäre schon gegessen, ich wünschte, wir wären schon zwei Wochen weiter, ich wünschte, ich hätte schon viel eher dem Impuls nachgegeben. Ich will allein sein. Ich will allein sein. Ich will mich ins Alleinsein zurück ziehen, sieht man mal von den wichtigsten Menschen ab, die ich nicht aus meinem Leben streichen will und kann und werde. Ansonsten aber wird mir alles zu viel, der unbewusste Kampf, den ich an so vielen Fronten beobachte, der an manchen Fronten nicht mal mehr das ist, sondern offen und aggressiv geführt wird ...

Ich werde 2day den Rücken kehren, hiermit kündige ich das schonmal an. Na klar, woanders werde ich weiterbloggen, aber ich weiß, dass ich diese Umgebung nicht mag und nie mögen werde, dass ich einfach von diesem Communitygedanken fort muss. Einfach mal wieder den altbekannten Schritt tun: umdrehen und gehen.

Daran halte ich mich im Moment einfach fest. Daran, und nur daran. Und natürlich an der Tatsache, dass in neun Tagen das Weihnachtsgeschäft überlebt ist und dass ich die Halbzeit erreicht habe. Und ja, nicht zu vergessen, sicherster Ort im Universum und das Schönste in meinem Leben.

Ich werd' schon wieder. Aber ich werd's wohl nicht hier schaffen, wieder zu werden.

Absturz ...

... mal wieder. Mal wieder in gewohnter Umgebung, nämlich ziemlich weit unten, möchte ich mich nur noch einrollen und mich wegdenken und wegträumen. Und das Schlimmste ist: erstens habe ich es schon gestern Abend kommen sehen und zweitens kann ich den Grund nicht wirklich klar benennen - es ist, als hätte ich in allem, was ich in den letzten Tagen und Wochen getan habe, heillos übertrieben, nur um jetzt festzustellen, dass ich das gar nicht bin. (Das kann man aber auch wieder nicht so stehen lassen, denn ich war selten mehr ich selbst als in den letzten Wochen.)

Aber morgens schon mit der verdammten Übelkeit, dem Schwindel und dem Kopfschmerz aufzuwachen, die alle freudig die Hände reibend am Rande meines Gesichtsfeldes herumkriechen und nur darauf warten, dass ich für den Moment ein bisschen Schwäche zeige ... Allein das macht mich stutzig. Ich kaue ein Stück trockenes Brot, um die Übelkeit zu verjagen - einigermaßen geht es ja. Und ich trinke Kaffee, um gegen Müdigkeit und Schwindel anzukommen - und auch das funktioniert erstmal.

Aber der Rest? Ich kann mich schlecht zu früher Stunde besaufen, um diese Gedanken loszuwerden ... Im Grunde ist das Gefühl wieder da, allein zu sein. Und das hasse ich. Weil es nicht zu mir gehört und weil es Menschen weh tut, die ich liebe. Und ich darf wieder dagegen anleben, mich einrollen, schweigen und irgendwann wieder lebendig werden. Nur jetzt nicht. Nicht sofort.

14
Dez
2005

Müde bin ich ...

... der Akku ist fast leer. Ich muss schlafen, ich muss viel mehr schlafen, und das Wochenende scheint noch so weit weg. Aber ich kämpfe mich gewohnt artig durch. Jetzt noch ein paar bewegende Bilder und dann ins Bett ...

...

Leckeren Linseneintopf gekocht und die Küche in einen halbwegs akzeptablen Zustand versetzt. Jetzt sitze ich hier und schreibe meine Weihnachtspost, aber jemine, immer noch nicht habe ich diese wichtige Adresse gefunden, und ich weiß genau, in welchem Moleskine sie steht, allein das Moleskine zu finden stellt mich vor unlösbare Probleme. (ach nein. Man kann auch einfach in die Schublade mit den Moleskines gucken, da findet sich sowas doch recht schnell.)

Also Weihnachtspost. Die Päckchen zu packen habe ich leider nicht mehr geschafft, d.h. geschafft hätte ich es schon, aber ich wollte nicht noch mal in die Buchhandlung, und überhaupt, mir war viel mehr danach, noch ein bisschen daheim herumzusitzen. So bleibt dieser Punkt für heute unerfüllt.

Gleich mache ich mir noch Gedanken über die Fütterung der Raubtierbande zu Silvester ... Irgendwelche Vorschläge? Noch dürfen die gemacht werden ...

P.S.: Bowle klingt ja schön und gut, aber irgendwie haben gewisse Leute an meinem Geburtstag geschwächelt, und hier stehen immer noch eine Flasche Wodka und eine mehr als halbvolle Flasche Sambuca&Caffé herum! Wollte ich nur mal anmerken ;)

In Memoriam

Mein altes, armes, kleines Weblog. Ich werde es nun definitiv nicht reaktivieren, noch werde ich irgendwas an dem Layout ändern oder sonstwas tun ... Dieses Weblog ist hiermit und eindeutig und für alle Zeiten begraben ...

Traurig bin ich schon. Eigentlich sogar richtig, richtig traurig. Denn ich habe so viele liebe Menschen über mein 20six-Blog kennengelernt, und ich möchte diese knapp zwei Jahre dort nicht missen. Viel ist da passiert, inklusive einem selbst herbeigeführtem Total-Crash meines eigenen Weblogs, der reinigende Wirkung hatte. Und jetzt bin ich hier.

Und jetzt bin ich fort. Oder noch nicht ganz, aber auf dem Weg dorthin.

Der anstehende Wechsel ...

... scheint doch nötiger zu sein als ich bisher angenommen habe. Anders kann ich mir diese Träume (schon wieder!) nicht erklären. Gut, ich kann sie auch anders erklären, aber dies scheint mir eine plausible Erklärung zu sein, und darum nehme ich diese plausible Erklärung jetzt einfach mal so hin, wie sie ist.

Immerhin bin ich kurz vor Mitternacht ins Bett gekommen (wann hatte ich das zuletzt? Muss im September oder so gewesen sein ...), habe noch das Buch ausgelesen, das grüne ... und habe auch dort jetzt einiges nachzudenken und zu grübeln, aber das liegt auch an der schönen Schärfe der Worte ... ÜBerhaupt ist dieser Tag schon völlig verplant, nicht nur, dass ich einkaufen gehen werde, um hier im Ort die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen, nein, ich werde auch die meisten Weihnachtspäckchen schon heute auf den Weg bringen und nicht erst nächsten Mittwoch. Dazu habe ich aber auch noch einiges an Lauferei vor mir ... *grübel* Und in den Strickladen wollte/musste ich auch noch, weniger, weil's mir dort so gut gefällt, sondern vielmehr, weil ich zu verhuscht war, um auch noch meine Nadeln mitzubestellen, die ich ja für meinen Poncho und den Plöwi brauche ... Theoretisch müsste ich die Nadeln in der entsprechenden Größe auch da haben, aber ich habe gemerkt, dass ich einfach lieber mit Bambusnadeln stricke (nicht mit denen aus Metall), weil die so angenehm warm und lebendig und glatt sind. Nicht so kalt.

Und sonst? Großeinkauf für den Rest der Woche mit dem Liebsten. Oh, ich habe es noch nirgendwo erzählt, aber es hat sich gelohnt, den Verbesserungsversuch zu wagen, es hat sich mehr als gelohnt ... Schon nach Hausarbeit und Klausuren mehr Punkte als beim letzten Mal, es läuft auf einen richtig guten Weg hinaus ... Ich bin so froh, dass wir dieses halbe Jahr noch draufgesteckt haben!

Und sonst? Natürlich mache ich mir um einige Leute Sorgen, und ich sage das auch klar, aber im umgekehrten Fall machen sich diese Leute auch Sorgen um mich. Dabei bin ich heute schon gar nicht so schlecht zufrieden. Und hier nun die ultimative 2do für Mittwoch, den 14. Dezember 2005:
  • Geschenk für M&M kaufen - Ideen vorhanden *puh*
  • Geschenk für den Liebsten abholen - ich habe es schon vor Tagen zurück legen lassen
  • Adresse raussuchen
  • Päckchen ergänzen, Päckchen packen, Päckchen zur Post
  • Strickladen heimsuchen für die Nadeln
  • Weihnachtspost schreiben
  • große Einkaufstour
Uff! Wenn das mal was wird ... Und arbeiten muss ich ja auch noch! Und ein neues Buch lesen werde ich wohl auch ... *ts*

[edit: soweit ganz gut unterwegs heute]

13
Dez
2005

Schade ...

... die Wolle in caramell, die ich mir für meinen Isländer ausgesucht hatte, ist erst im Januar wieder lieferbar. So lange kann ich ja schwer warten - also werde ich mir eine andere Farbe aussuchen und dann diese an den Versand durchgeben. Übrigens: toller Service dort, gefällt mir, ich freu mich auf meine Wolle!

So, jetzt die Anleitung zu Ende übersetzen und dann wird weiter genadelt - nein, ich bin kein Tannibaum. Nein, ich mache jetzt den Ärmel Nummer 1 vom Plöwi.

Gleichklänge ...

... scheinen nicht immer zu funktionieren, und im Grunde hat auch das wiederum etwas Beruhigendes. Das bedeutet nämlich, dass ich heute Abend ganz entspannt auf dem Sofa sitzen und stricken kann - Entspannung pur ist angesagt, und ich hoffe, damit drohende, anrollende Krankheitswellen von mir abzuwenden. Aber der Streß liegt wie ein Panzer um mich und ich kann damit rechnen, frühestens Silvester mit Grippe im Bett zu liegen ... Und hey, das will ich auch nicht, auf gar keinen Fall!!!

Durchhalteparolen ...

... sind noch nie mein Ding gewesen, denn wenn ich wegbreche, dann tu ich das halt, und dann kann niemand dagegen an. Dann knicke ich halt um. Aber diesmal scheint es mir angebracht ...

Festhalten an dem, was ist. Das ist schon eine Menge. Und dann irgendwie den Tag rumkriegen, irgendwie. Schätze, das wird nicht allzu schwer, dreifache Kundenzahl wie an einem normalen Wochentag, und dementsprechend k.o. werde ich heute Abend sein ... Mal schauen, ob mich wenigstens das in den Schlaf wiegt.

Man sollte aber nicht vernachlässigen ...

... welche Kraft es haben kann, welche Faszination es ausübt, wenn man weiß, dass zumindest ein Status sich auf kurze Distanz verändern wird. Dass ich einfach weiß, dieser Schritt wird mir gut tun. Dann wird es besser werden.

Erwähnte ich, dass mir kalt ist? Ich gehe jetzt arbeiten, und für die Frühstückspause nehme ich meinen Exil-Plöwi mit. Ganz fertig wird er nicht zum anvisierten Zeitpunkt, aber ich bin im Moment eifrig damit zugange ...

Finger weg von meiner Paranoia ...

... da ist es wieder passiert. Ja, wer behauptet denn immer, dass ich stark bin? Mir wird dieses angebliche Starksein immer zu Füßen gelegt, und ich betrachte es staunend, und wenn ich dann wieder in der Situation bin, dass ich stark sein sollte, dass ich alles wegstecken sollte oder zumindest einfach besser verknusen könnte, dann bin ich hilflos.

Heute Nacht wieder aus Albträumen aufgeschreckt. Ich fühle mich nicht mehr sicher. Ich verliere den Halt. Nein, kein haltloses Fallen. Einfach das Gefühl, noch nicht so weit zu sein, um so große Schritte zu wagen. Darin bin ich ja wie ein ängstliches Kind, das sich vorwärts wagt, voller Hoffnung, dass doch nichts Schlimmes auf mich zukommt, nur um dann festzustellen, dass alles nur halb und halb ist, dass ich gar nicht so viel von mir verlangen kann im ersten Moment, dass noch viel mehr Weg vor mir liegt als hinter mir.

Manche Dinge reißen wieder auf. Das Absurde ist, dass dies hier überhaupt nicht aufgerissen ist, ich habe mich gestern Abend so gefühlt, wie ich es hier beschrieben habe, so und nicht anders. Doch dann konnte ich nicht einschlafen, und als ich es konnte, kamen die Träume und ich schreckte herzrasend auf und fand den Schlaf nicht wieder. Ich hasse das. Ich schiebe es auf den allgemeinen Streß. Auch nach sechs Jahren ist Weihnachten für mich Streß pur. Wenn das dann noch hinzu kommt, dann kann ich nicht verlangen, alles zu verarbeiten, dann müssen die Nächte unruhig sein.

Aber seit Monaten habe ich selten mehr als sechs Stunden Schlaf. Mein Körper hat sich daran gewöhnt? Mitnichten. Er schreit nach Schlaf, den er nicht bekommt. Er reagiert mit morgendlicher Hungerlosigkeit bis elf (okay, es sei denn, ich locke ihn mit einem dicken Frühstück im Bernstein ...). Er zeigt sich schwach und stark zugleich, indem er mich immer wieder mit diesen kurzfristigen Symptomen in die Knie zwingt - Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Rückenschmerzen, wie es ihm passt. Und er hat ein gutes Repertoire, und er weiß, wie er mich zwingen kann, dass ich endlich wieder Tempo rausnehme und vor allen Dingen, dass ich mal lerne, manche Dinge nicht von heute auf Morgen über Bord werfen zu können.

Jetzt habe ich ja wieder Angst, die sich in meinem Bauch zusammenballt. Nein, das darf nicht. Andererseits: das muss. Ich muss begreifen, dass ich nichts beiseite schieben darf, dass ich damit werde leben müssen, was war. Und einiges mehr muss ich auch begreifen. Zum Beispiel, achtsam zu sein. Ich mus aufhören, zu glauben, dass ich schon funktionieren werde, irgendwie hat es schließlich früher immer funktioniert. Nein, nein, nein ...

Ich muss mir Ruhe gönnen. Ich muss darauf hoffen, dass es möglich sein wird, dass ich diese Ruhe finde, dass ich dann endlich den Schlaf finde, dass ich Stille finde und damit auch mich selbst wieder zurück führen kann. Stille. Mehr nicht.

Verloren ...

... sind die Gedanken wohl. Ich grüble nicht mehr so viel über das, was war und das, was mir so viele Schmerzen zugefügt hat. Es ist, als wäre ich drei Schritte vorwärts gegangen. Und als lasse ich Dinge hinter mir, die ich seit Jahren nicht hinter mir lassen konnte.

Und ja, ich beginne, mir selbst zu verzeihen. Das ist mal was ...
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